Auszug aus Rhein-Lahn-Zeitung vom 9.Juni 2012
Kinder üben sich in Erster Hilfe

Kopfverband und Co.: 
In zahlreichen Übungen vermittelten Experten den Kindergartenkindern, welche Maßnahmen im Notfall helfen können.

 

Prävention Initiative will spielerisch aufklären  

Dachsenhausen. Verbände anlegen, Schwellungen kühlen, Verletzte lagern und viele weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen sind Bestandteile eines Programms, das das St.-Elisabeth-Krankenhaus Lahnstein für Kindergärten und Schulen aufgelegt hat. Erproben konnte dieses nun der Kindergarten Bimmelbahn in Dachsenhausen. Gemeinsam mit der Kindergartenleitung Inge Weygandt und Bürgermeister Dietmar Wohlgemuth als Vertreter des Einrichtungsträgers wurde der Ablauf im Detail besprochen, um die pädagogische Erfahrung des Kindergartens in die Umsetzung einfließen zu lassen. 
An zwei Vormittagen nahmen die Kleinen an den "Übungen" teil. Die Begeisterung war überaus groß. Ziel war es, die Kinder spielerisch an diese Erste-Hilfe-Maßnahmen heranzuführen und auch eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Im zweiten Schritt fand wenige Tage später eine Informationsveranstaltung für die Eltern statt mit dem Schwerpunktthema Notfallmaßnahmen bei Kindern. 
Aus den Rückmeldungen der Eltern konnten Lehrassistent und Intensivpfleger Christian Schmitz sowie der DRK-Vorsitzende Wolfgang Mai vom St.-Elisabeth-Krankenhaus erfahren, dass die Übungen den Kindern großen Spaß gemacht hatten und vielfach zu Hause ihre Fortsetzung fanden. Die Organisatoren zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Die nächste Veranstaltung findet in Kürze im kommunalen Kindergarten in Gemmerich statt.

 

Auszug aus Blaues Ländchen aktuell, Verbandsgemeinde Nastätten, vom 26. Juli 2012 
1. Hilfe-Kurs im Kindergarten Gemmerich

1. Hilfe-Kurs im Kindergarten Gemmerich
„Was machst du, wenn dein Opa neben dem Rasenmäher im Gras liegt und sich nicht mehr bewegt?“ fragte Herr Mai vom St. Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein die Vorschulkinder des Kindergarten Gemmerich. Der Reihe nach erarbeiteten sie, dass sie zuerst durch Ansprache überprüfen, ob der Opa nur schläft oder bewusstlos ist. Beim anschließenden Hilferufen, beeindruckte die Gruppe durch ihre Lautstärke. Nun wurde es aber ernst, denn die stabile Seitenlage wurde geübt. Erst drei, später zwei Kinder schafften es, Herrn Mai aus der Rückenlage auf die Seite zu drehen. Dabei wurden sie fachlich von Herrn Schmitz angeleitet.
Danach übten die Kinder, wie sie ihrem Freund zuerst einen Kopf- und anschließend einen Handverband anlegen können. Lustig fanden sie dabei, dass sie - genau wie die Ärzte im Krankenhaus - eine Haube auf den Kopf setzen sollten.
Zum Abschluss übten immer zwei Kinder noch einmal gegenseitig die stabile Seitenlage. Man merkte, dass sie vorher gut aufgepasst und sich alles gemerkt hatten. Zur Belohnung bekamen sie noch eine echte Spritze (ohne Nadel) geschenkt. Das war eine echt coole Vorschularbeit!